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Divi Theme 2026: Lohnt sich der WordPress Page Builder noch?

Divi Theme 2026: Lohnt sich der WordPress Page Builder noch?

Das Divi Theme von Elegant Themes ist einer der bekanntesten WordPress Page Builder überhaupt. Seit über einem Jahrzehnt setzen Millionen von Nutzern weltweit auf Divi — von Freelancern über kleine Unternehmen bis hin zu Agenturen. Aber ist Divi 2026 noch zeitgemäß? Die WordPress-Welt hat sich massiv verändert: Der native Block-Editor (Gutenberg) ist gereift, neue Page Builder wie Bricks und Breakdance setzen auf Performance, und die Anforderungen an Core Web Vitals sind strenger denn je.

In diesem ehrlichen Review schaue ich mir an, was Divi 2026 kann, wo die Schwächen liegen und ob sich der Kauf noch lohnt.

Was ist Divi?

Divi ist ein All-in-One WordPress Theme mit integriertem Visual Page Builder von Elegant Themes. Der Builder ermöglicht es, Websites per Drag & Drop zu erstellen — direkt im Frontend, ohne Code. Mit einer Lizenz erhältst du:

Divi 5: Was hat sich geändert?

Elegant Themes hat mit Divi 5 ein großes Update geliefert, das viele der historischen Kritikpunkte adressiert:

Performance-Verbesserungen

Divi 5 wurde von Grund auf in React neu geschrieben. Das betrifft vor allem den Builder selbst — er lädt deutlich schneller und reagiert flüssiger als die Vorgängerversion. Auch das Frontend-Rendering wurde optimiert: weniger inline CSS, schlankerer Output und besseres Lazy Loading.

Aber: Divi erzeugt nach wie vor mehr HTML-Markup und CSS als schlankere Alternativen wie Bricks oder ein handcodiertes Theme. Bei Core Web Vitals schneidet Divi besser ab als früher, aber es ist nicht die performanteste Option am Markt.

Divi AI

Elegant Themes hat KI tief in den Builder integriert. Divi AI kann:

Das ist praktisch für schnelle Entwürfe, ersetzt aber keinen professionellen Texter oder Designer.

Verbesserter Workflow

Stärken von Divi 2026

1. Riesige Vorlagen-Bibliothek

Divi bietet über 2.000 vorgefertigte Layouts und 300+ vollständige Website-Pakete. Für viele Branchen findest du fertige Designs, die du als Startpunkt nutzen kannst. Das spart enorm Zeit — besonders für Freelancer, die schnell Ergebnisse liefern müssen.

2. Einfache Bedienung

Der visuelle Editor ist nach wie vor einer der intuitivsten am Markt. Klicken, ziehen, anpassen — auch Einsteiger kommen schnell zu Ergebnissen. Die inline-Textbearbeitung und die Echtzeit-Vorschau machen das Arbeiten angenehm.

3. Theme Builder

Mit dem Theme Builder kannst du nicht nur einzelne Seiten, sondern auch Header, Footer, Archivseiten, 404-Seiten und WooCommerce-Templates gestalten. Das macht Divi zu einer vollständigen Theme-Lösung.

4. Unbegrenzte Lizenzen

Eine Divi-Lizenz gilt für unbegrenzt viele Websites. Für Freelancer und Agenturen, die viele Kundenprojekte umsetzen, ist das ein enormer Kostenvorteil.

5. Große Community

Die Divi-Community ist riesig. Es gibt hunderte YouTube-Tutorials, Facebook-Gruppen mit zehntausenden Mitgliedern, Blogs und einen Marketplace mit Drittanbieter-Erweiterungen. Wenn du ein Problem hast, findest du fast immer eine Lösung.

6. Divi AI

Die integrierte KI-Funktion kann den Workflow beschleunigen — besonders bei der Content-Erstellung und beim Prototyping.

Schwächen von Divi 2026

1. Performance

Auch mit Divi 5 erzeugt der Builder vergleichsweise viel Code. Auf einfachen Seiten fällt das kaum ins Gewicht, aber bei komplexen Layouts mit vielen Modulen kann die Ladezeit leiden. Wer Core Web Vitals maximieren will, greift besser zu schlankeren Alternativen.

2. Vendor Lock-in

Das ist der größte Nachteil von Divi: Wenn du dich entscheidest, Divi zu verlassen, wird es schmerzhaft. Divi speichert Inhalte in proprietären Shortcodes. Deaktivierst du Divi, bleiben im Content kryptische Shortcode-Reste übrig. Eine Migration zu einem anderen Builder oder zum Block-Editor bedeutet erheblichen manuellen Aufwand.

3. Shortcode-basiert

Während Bricks und andere moderne Builder auf sauberes, semantisches HTML setzen, arbeitet Divi intern mit Shortcodes. Das führt zu:

4. Lernkurve bei fortgeschrittenen Funktionen

Der Einstieg ist einfach, aber für komplexere Anforderungen (Condition Logic, Dynamic Content, Custom Post Types) wird es schnell umständlich. Die Oberfläche hat viele verschachtelte Einstellungen, die Anfänger überfordern können.

5. WooCommerce-Integration

Die WooCommerce-Module von Divi funktionieren, sind aber nicht so ausgereift wie bei spezialisierten E-Commerce-Lösungen. Für einen ernsthaften Online-Shop gibt es bessere Optionen.

Divi vs. Alternativen: Der Vergleich 2026

Bricks Builder

Preis: ab 79 $/Jahr (unbegrenzte Sites)

Bricks ist 2026 der stärkste Divi-Konkurrent für performance-orientierte Webdesigner. Vorteile:

Nachteile: Weniger Vorlagen, steilere Lernkurve, kleinere Community.

Fazit: Für Entwickler und performance-bewusste Designer ist Bricks die bessere Wahl. Für Einsteiger, die schnelle Ergebnisse wollen, hat Divi die niedrigere Einstiegshürde.

Breakdance Builder

Preis: ab 149 $/Jahr (unbegrenzte Sites)

Breakdance positioniert sich als moderner, schlanker Page Builder mit Fokus auf sauberen Code. Highlights:

Nachteile: Jüngerer Builder, Community noch im Aufbau.

Fazit: Eine gute Mischung aus Benutzerfreundlichkeit und Performance. Wer Divi zu langsam findet, aber Bricks zu technisch, liegt mit Breakdance richtig.

Kadence (Block-basiert)

Preis: Kostenlose Version verfügbar, Pro ab 149 $/Jahr

Kadence ist kein klassischer Page Builder, sondern ein Block-Theme, das den nativen WordPress Block-Editor (Gutenberg) erweitert. Vorteile:

Nachteile: Weniger visuelle Gestaltungsmöglichkeiten als Divi, erfordert Umdenken für Divi-Nutzer.

Fazit: Die zukunftssicherste Option. Wer langfristig denkt und auf WordPress-Standards setzen will, fährt mit Kadence oder einem ähnlichen Block-Theme (GeneratePress, Developer-Themes) am besten.

Elementor

Preis: ab 59 $/Jahr (1 Site), 399 $/Jahr (unbegrenzte Sites)

Elementor war lange der meistgenutzte Page Builder und bleibt ein starker Konkurrent. Die Pro-Version bietet:

Nachteile: Performance-Probleme bei komplexen Seiten, teures Pricing-Modell für Agenturen (Sites-basierte Lizenzierung).

Fazit: Elementor und Divi sind sich am ähnlichsten. Wenn Performance kein Top-Kriterium ist und du einen ausgereiften Allrounder suchst, sind beide solide Optionen.

Preise: Was kostet Divi 2026?

Elegant Themes bietet zwei Lizenzmodelle:

LizenzPreisEnthält
Jährlich89 $/JahrDivi, Extra, Bloom, Monarch, Updates, Support
Lifetime249 $ (einmalig)Alles wie jährlich, aber zeitlich unbegrenzt

Divi AI kostet zusätzlich 24 $/Monat (288 $/Jahr) oder als Team-Lizenz.

Die Lifetime-Lizenz ist nach knapp drei Jahren günstiger als das Jahresabo. Für Freelancer und Agenturen, die Divi langfristig nutzen, ist sie die wirtschaftlichere Wahl.

Beide Lizenzen gelten für unbegrenzt viele Websites — das ist ein klarer Vorteil gegenüber Elementor, das bei der Pro-Version pro Website abrechnet.

Für wen lohnt sich Divi 2026?

Divi ist gut für:

Divi ist weniger geeignet für:

Fazit: Ist Divi 2026 noch empfehlenswert?

Divi ist 2026 nach wie vor ein solides All-in-One-Paket mit einer riesigen Community, tausenden Vorlagen und einer niedrigen Einstiegshürde. Die Lifetime-Lizenz für unbegrenzte Websites ist preislich kaum zu schlagen.

Aber die Konkurrenz hat aufgeholt — und in wichtigen Bereichen überholt. Bricks und Breakdance liefern saubereren Code und bessere Performance. Kadence und Block-Themes setzen auf den zukunftssicheren WordPress-Standard. Und wer maximale Ladegeschwindigkeit will, kommt an Lösungen wie handcodierten Themes oder Static-Site-Generatoren nicht vorbei.

Meine Empfehlung: Wenn du bereits mit Divi arbeitest und zufrieden bist, gibt es keinen zwingenden Grund zu wechseln. Wenn du heute neu anfängst, lohnt sich ein Blick auf Bricks (für Entwickler), Breakdance (für Designer) oder Kadence (für Zukunftssicherheit), bevor du dich für Divi entscheidest.

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