Du willst online verkaufen und fragst dich, was ein professioneller Online-Shop kostet? Die kurze Antwort: zwischen 3.000 und 50.000+ Euro — je nach Plattform, Funktionsumfang und Anbieter. Die lange Antwort findest du in diesem Guide.
Hier erfährst du, welche Kosten 2026 realistisch sind, welche Plattform zu deinem Projekt passt und ob du besser mit einem Freelancer oder einer Agentur arbeitest. Alle Zahlen basieren auf aktuellen Marktpreisen und den Erfahrungswerten unserer Freelancer-Community.
Was kostet ein Online-Shop vom Freelancer?
Die Kosten für einen Online-Shop hängen von drei Faktoren ab: der gewählten Plattform, dem Umfang des Shops und dem Anbieter, der ihn umsetzt.
Preisübersicht nach Shop-Typ
| Shop-Typ | Preisrange | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Einfacher Shop (bis 50 Produkte) | 3.000–8.000 € | Template-Design, Standardzahlungen, einfache Struktur |
| Mittlerer Shop (50–500 Produkte) | 8.000–20.000 € | Individuelles Design, Filterfunktionen, SEO-Optimierung |
| Komplexer Shop (500+ Produkte) | 20.000–50.000+ € | Maßgeschneidertes Design, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit |
Ein Freelancer ist in der Regel 20–40 % günstiger als eine Agentur, weil weniger Overhead anfällt. Stundensätze für E-Commerce-Freelancer liegen 2026 typischerweise zwischen 75 und 120 Euro. Auf unserer Plattform findest du aktuell 21 Freelancer, die auf Online-Shops spezialisiert sind.
Einmalige vs. laufende Kosten
Viele Auftraggeber unterschätzen die laufenden Kosten. Neben dem einmaligen Entwicklungspreis musst du monatlich einplanen:
- Hosting: 20–100 €/Monat (je nach Traffic und Plattform)
- Plattform-Lizenz: 0 € (WooCommerce/Open Source) bis 300+ €/Monat (Shopify Plus)
- SSL-Zertifikat: meist inklusive
- Wartung & Updates: 100–500 €/Monat
- Payment-Gebühren: 1,5–3 % pro Transaktion
- Marketing & SEO: variabel, aber essenziell
Rechne im ersten Jahr mit 30–50 % der Entwicklungskosten als laufende Kosten. Bei einem Shop für 10.000 € Entwicklungskosten bedeutet das also 3.000–5.000 € pro Jahr für Betrieb, Wartung und Transaktionsgebühren.
Ein häufiger Fehler: Viele Gründer planen ihr gesamtes Budget für die Entwicklung ein und haben dann kein Geld mehr für Marketing. Ohne Besucher bringt aber auch der schönste Shop keinen Umsatz. Plane mindestens 20 % deines Gesamtbudgets für die ersten Marketingmaßnahmen nach dem Launch ein.
Einen umfassenden Überblick zu Website-Kosten generell findest du in unserem Kosten-Guide für Websites.
Shopify oder WooCommerce — was ist besser?
Die Plattformwahl ist die wichtigste Entscheidung vor dem Shopaufbau. Hier die drei relevantesten Systeme im Vergleich:
Shopify
- Kosten: ab 36 €/Monat (Basic) bis 384 €/Monat (Advanced), plus Transaktionsgebühren
- Vorteile: Schneller Start, hervorragendes Hosting inklusive, riesiger App Store, sehr guter Support
- Nachteile: Laufende Kosten summieren sich, eingeschränkte Individualisierung, Vendor Lock-in
- Ideal für: Einsteiger, kleine bis mittlere Shops, wer schnell live gehen will
WooCommerce (WordPress)
- Kosten: Software kostenlos, Hosting ab 20 €/Monat, Premium-Plugins 50–300 €/Jahr
- Vorteile: Maximale Flexibilität, keine Transaktionsgebühren der Plattform, riesiges Ökosystem, volle Kontrolle
- Nachteile: Technisches Know-how nötig, Sicherheit und Updates selbst managen, Performance braucht Optimierung
- Ideal für: Content-lastige Shops, Unternehmen mit bestehendem WordPress, wer volle Kontrolle will
Wenn du bereits eine WordPress-Website hast, liegt WooCommerce nahe. Mehr zu WordPress-Experten findest du in unserem WordPress-Freelancer-Guide.
Shopware
- Kosten: Community Edition kostenlos, Professional ab 199 €/Monat
- Vorteile: Made in Germany, DSGVO-konform, sehr gute B2B-Features, starke Community
- Nachteile: Steilere Lernkurve, kleinerer Marktplatz als Shopify/WooCommerce
- Ideal für: Deutsche Mittelständler, B2B-Commerce, Shops mit komplexer Produktlogik
Weitere Optionen
Neben den drei großen Plattformen gibt es weitere Alternativen, die je nach Anforderung sinnvoll sein können:
- Wix eCommerce: Ab ca. 30 €/Monat. Sehr einsteigerfreundlich, aber begrenzt skalierbar. Gut für sehr kleine Shops mit wenigen Produkten.
- Magento/Adobe Commerce: Enterprise-Lösung für Großprojekte ab 50.000 €. Nur relevant für Unternehmen mit hohem Transaktionsvolumen.
- PrestaShop: Open-Source-Alternative, besonders in Frankreich und Südeuropa verbreitet. In Deutschland weniger Freelancer verfügbar.
Für die allermeisten Projekte im KMU-Bereich bleiben Shopify, WooCommerce und Shopware die empfehlenswerten Optionen.
Welche Plattform für welches Budget?
| Budget | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Unter 5.000 € | Shopify | Schnell, günstig in der Ersteinrichtung, wenig Entwicklungsaufwand |
| 5.000–15.000 € | WooCommerce oder Shopify | Beide stark, Wahl hängt von Anforderungen ab |
| Über 15.000 € | WooCommerce oder Shopware | Mehr Individualität, bessere Skalierung |
Lohnt sich ein eigener Online-Shop noch?
Klare Antwort: Ja — aber nicht für jeden. Ein eigener Shop lohnt sich, wenn mindestens zwei dieser Punkte zutreffen:
- Du hast ein eigenes Produkt oder eine Marke. Wer nur Handelsware ohne Alleinstellungsmerkmal verkauft, hat es gegen Amazon schwer.
- Du willst langfristig unabhängig sein. Auf Marktplätzen bist du den Regeln der Plattform ausgeliefert. Dein eigener Shop gehört dir.
- Du hast oder planst ein Marketingkonzept. Ein Shop ohne Traffic ist wertlos. SEO, Social Media oder bezahlte Werbung müssen eingeplant sein.
- Deine Marge erlaubt es. Die Gesamtkosten (Entwicklung, Betrieb, Marketing) müssen in dein Geschäftsmodell passen.
Der große Vorteil gegenüber Amazon und Co.: Du baust dir eine eigene Marke auf, sammelst Kundendaten und bist nicht von Algorithmus-Änderungen abhängig. Die Kombination aus eigenem Shop plus Marktplatz-Präsenz ist oft die klügste Strategie.
Wann ein eigener Shop sich nicht lohnt
Sei ehrlich zu dir selbst: Wenn du nur ein paar Produkte nebenbei verkaufen willst, reicht oft ein Etsy-Shop oder ein Instagram-Shop. Die Investition in einen eigenen Online-Shop macht erst Sinn, wenn du planst, E-Commerce als ernsthaften Vertriebskanal aufzubauen — mit regelmäßigem Zeitaufwand für Produktpflege, Kundenservice und Marketing.
So findest du den richtigen Anbieter für deinen Shop
Freelancer vs. Agentur
| Kriterium | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|
| Kosten | Günstiger (20–40 % weniger) | Höher (Overhead, PM, Büro) |
| Kommunikation | Direkt, kurze Wege | Über Projektmanager |
| Flexibilität | Hoch, schnelle Anpassungen | Strukturierter Prozess |
| Kapazität | Begrenzt (1 Person) | Größere Teams möglich |
| Ausfallrisiko | Höher (Krankheit, Urlaub) | Geringer (Team springt ein) |
Für die meisten kleinen und mittleren Shops ist ein Freelancer die bessere Wahl. Du sparst Geld und hast einen direkten Ansprechpartner. Warum das so ist, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Werbeagentur oder Freelancer.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
- Referenzprojekte: Hat der Anbieter bereits Shops in deiner Branche umgesetzt?
- Plattform-Expertise: Ist der Freelancer auf dein gewünschtes Shopsystem spezialisiert?
- Wartungsangebot: Bietet er auch nach dem Launch Support an?
- Transparente Preise: Pauschalpreis oder Stundenbasis — beides ist okay, aber es muss klar kommuniziert sein
- Erreichbarkeit: Wie schnell reagiert der Anbieter auf Anfragen?
Was du vor dem Projektstart klären musst
Bevor du den ersten Freelancer kontaktierst, solltest du diese Punkte durchdenken:
- Produktanzahl und -art: Physische Produkte, digitale Downloads, Dienstleistungen?
- Zahlungsmethoden: PayPal, Kreditkarte, Klarna, Vorkasse — was brauchst du?
- Versand: Versandlogik, Anbieter, internationale Lieferung?
- Rechtliche Anforderungen: DSGVO, Widerrufsrecht, AGB, Verpackungsgesetz
- Schnittstellen: Warenwirtschaft, Buchhaltung, CRM?
- Budget und Zeitrahmen: Realistisch planen, Puffer einbauen
Je besser du vorbereitet bist, desto genauer wird das Angebot — und desto weniger Überraschungen gibt es später. Am besten erstellst du ein kurzes Briefing-Dokument mit diesen Punkten und schickst es an zwei bis drei Freelancer, um vergleichbare Angebote zu erhalten. Tipps zur Suche nach dem richtigen Webdesigner findest du in unserem Guide Professionellen Webdesigner finden.
Kosten sparen ohne Qualitätsverlust
Drei bewährte Strategien, um dein Budget optimal einzusetzen:
1. Mit einem Template starten Ein hochwertiges Premium-Template (50–200 €) spart dir tausende Euro gegenüber einem Komplett-Design. Dein Freelancer passt Farben, Schriften und Layout an deine Marke an.
2. MVP-Ansatz wählen Starte mit den wichtigsten Funktionen und erweitere schrittweise. Ein Shop mit 20 Produkten und Standardfunktionen bringt schneller Umsatz als ein Perfektionsprojekt, das nie fertig wird.
3. Aufgaben aufteilen Produktfotos, Texte und SEO-Grundlagen kannst du selbst vorbereiten. Der Freelancer konzentriert sich auf Technik und Design — das spart Stunden.
4. Open Source nutzen WooCommerce und Shopware Community Edition sind kostenlos. Du sparst dir die monatlichen Plattformgebühren und investierst das Geld stattdessen in individuelle Anpassungen oder besseres Hosting.
5. Wartung selbst übernehmen Viele Freelancer bieten Schulungen an, nach denen du einfache Aufgaben wie Produktpflege, Textänderungen und kleinere Updates selbst erledigen kannst. So reduzierst du die laufenden Wartungskosten erheblich.
Dein nächster Schritt
Du weißt jetzt, was ein Online-Shop kostet, welche Plattform passt und worauf du bei der Anbieter-Wahl achten musst. Der nächste Schritt: Finde einen spezialisierten E-Commerce-Freelancer, der deinen Shop professionell umsetzt.
Auf webdesign-freelancer.com findest du 21 Freelancer mit Online-Shop-Erfahrung. Schau dir ihre Profile an, vergleiche Stundensätze und Referenzen, und kontaktiere die Freelancer, die am besten zu deinem Projekt passen. Die Kontaktaufnahme ist kostenlos und unverbindlich — und der erste Schritt zu deinem eigenen Online-Shop.